Kursangebot

Gruppentraining

Welpengruppe

Die ersten Lebenswochen spielen eine entscheidende Rolle in der Entwicklung eines Hundes. Nicht nur die Zeit beim Züchter, in denen dem Hund hoffentlich ein optimaler Start ermöglicht wird. Auch die ersten Wochen beim neuen Halter entscheiden darüber, wie gut sich ein Hund in der Welt der Menschen zurechtfinden wird.

Lebewesen, Gegenständen und Situationen, die der junge Hund nicht in einer entspannten Lern-atmosphäre als harmlos abspeichern kann, wir er nach der ~14 Woche eher skeptisch bis zurück-weichend gegenüberstehen.

Um dieses enge Zeitfenster im Sinne einer guten Vorbereitung auf ein Hundeleben in einer Menschenwelt zu nutzen, konzentrieren wir uns in unseren Welpenstunden in erster Linie auf das Kennenlernen von neuen, unbekannten Reizen und die Gewöhnung an alltägliche Situationen. Die Welpen lernen sich in den Gruppen kennen, haben Kontakt und sammeln Erfahrungen mit Hunden unterschiedlicher Größe und Aussehens, ein ausgedehntes Spiel findet aber nicht statt. Der Vorteil dieses Trainingsansatzes liegt in der Gewöhnung der Welpen an ein gesittetes Annähern an Artgenossen.

Lernt ein Welpe, dass die Anwesenheit von anderen Hunden in erster Linie „Leine-los“, Spiel und gesteigerte Erregung bedeutet, wird ein Hund diese Erwartungshaltung für sein Leben beibehalten und Hundebegegnungen werden fortwährend zu Leinenzug und Frustration führen. Eine ruhige Gewöhnung an Artgenossen, die im Training anwesend sind, während sich die Welpe mit seinem Menschen beschäftigt, legt einen optimalen Grundstein, auch im späteren Hundeleben konzentriert mit seinem Hund arbeiten zu können, obwohl anderen Hunden in Sichtweite kommen.

In der Welpengruppe trainieren wir Hunde zwischen der 8. bis 20. Lebenswoche, je nach individueller Veranlagung und Kenntnisstand der einzelnen Hunde. Hier geht es, neben Kundenwünschen, unter anderem um:

  • Autofahren
  • Beisshemmung
  • Besuche in Stadt, Wald und Wiese 
  • Entspannung
  • Kontakt zu anderen Artgenossen
  • Kommunikation und Körpersprache
  • Sitz, Platz und Herankommen
  • Stubenreinheit

Eine reine Welpenspielstunde findet in diesem Rahmen nicht statt.


Hundebegegnungen

Ein wiederkehrender 'Klassiker' im Training mit Hunden ist die Verhaltensmodifikation bei der Begegnung mit anderen Hunden. Für Halter deren Hunde nicht gut auf entgegen-kommende Vierbeiner zu sprechen sind oder die vielleicht nur aus Neugierde aber dafür mit vollem Elan zum Artgenossen am Ende des Parks möchten, sind solche Situationen eine Qual und oft nicht unter Kontrolle zu bekommen. Nachdem man unter Umständen eine eigene Idee entwickelt hat oder sogar schon die Hilfe eines Hundetrainers in Anspruch genommen hat, fehlen meist geeignete Trainingssituationen in denen man entspannt an Hundebegegnungen arbeiten kann und sich in Ruhe auf das Training konzentrieren kann ohne auch noch mit einem Auge auf die nächste Ecke zu schielen, hinter der unerwartet ein zweiter Hund auftauchen könnte.

Dieser Kurs ist so angelegt, dass acht Halter mit ihren Hunden jeweils paarweise trainieren können, wie sie mit ihrem Hund an Artgenossen vorbeikommen und dadurch langfristig ein Prozedere etablieren können, um die Brisanz bei Hundebegegnungen etwas zu entschärfen. Jeder Halter bekommt hier unter kontrollierten Trainingsbedingungen die Möglichkeiten, seinen Hund zu lesen und rechtzeitig Signale zu erkennen, bei denen es einzuschreiten gilt.

Bei Interesse oder weiteren Fragen zu diesem Kurs, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.  Der Kurs "Hundebegegnungen" findet donnerstags 18:00 Uhr und samstags um 12:30 Uhr statt.

 

Auch wenn die beiden noch nicht 100%ig entspannt sind, stehen sie  sich immerhin schon einmal Nase-an-Nase gegenüber.


Umgang mit Angsthunden

Wird ein Hund in den ersten Lebenswochen reizarm gehalten, bekommt er also nicht ausreichend Möglichkeit seine Umgebung zu entdecken und äußere Einflüsse als ungefährlich kennenzulernen, entsteht daraus meist ein sogenanntes Deprivationssyndrom. Auslandstierschutzhunde und Welpen aus unsachgemäßer Zucht zeigen oftmals ein gesteigertes Angstverhalten und reagieren entweder mit Rückzug oder mit Aggression als Schutzmechanismus gegenüber neuen oder unbekannten Reizen. Um den täglichen Stress dieser Hunde abzufedern, ist ein langsames Heranführen an fremde Reize und neue Situationen notwendig, in denen der Hund seine Umwelt gefahrlos im eigenen Tempo kennenlernen und seine Strategie im Umgang damit entwickeln kann.

 

Der Kurs „Umgang mit Angsthunden“ ist für die zunehmende Zahl von Hunden konzipiert, die, geschuldet durch ihre unzureichende Sozialisation bzw. Habituation, eine gesteigerte Angstproblematik entwickelt haben. Teilnehmende Hund-Halter-Gespanne werden hierbei wöchentlich mit einer neuen Situation konfrontiert, in der Lösungsansätze vorgestellt und erarbeitet werden, um dem betroffenen Hund bei der Bewältigung seiner Angst zu unterstützen. Individuelle Ansätze zu den jeweiligen Verstärkungsmöglichkeiten des Angstpatienten und Ideen zur Stärkung des Selbstwertgefühls werden herausgearbeitet, damit das Hund-Halter-Team für die Herausforderungen des täglichen Lebens gewappnet ist.

 

Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Zur Einschätzung des jeweiligen Hundes ist gegebenenfalls eine Einzelstunde notwendig, um die Integration in die Gruppe zu erleichtern.

Das Ausweichen eines angstauslösenden Reizes und Schutzsuchen sollten als klare Indizien für Angst gedeutet werden.

Die wiederkehende Hölle auf Erden: Silvester als klassicher Angstauslöser mit sehr hohem Trainingsaufwand.


Gehen an lockerer Leine

Wenn es unseren Hunden beim Spaziergang nicht schnell genug vorwärts geht, dann versuchen sie oft, uns durch Zug an der Leine mit aller Kraft zu beschleunigen. Auf die Dauer nervt uns Menschen das und wir können davon ausgehen, dass unsere Hunde ein adäquates Gefühl haben.

Wenn dann auch noch liebe Passanten und andere Hundehalter mit ironischen und besser-wisserischen Kommentaren um sich schmeißen,  wird der Spaziergang zu einer Qual.

Statt nach einer Runde Frischluft entspannt wieder nach Hause zu kommen, ist man geladen und missgelaunt.

  • Wie kann man sich der Lösung dieser Problematik nähern?
  • Woher kommt der Wunsch unserer Hunde ständig in der Leine zu hängen?
  • Wieso hört der Hund, selbst wenn er am Halsband geführt wird und keine Luft mehr bekommt, nicht damit auf?

In diesem Kurs beleuchten wir die Thematik „An-der-Leine-ziehen“ und sammeln Erfahrungen und Ursachen, um den Hintergrund und die Motivation unserer Vierbeiner zu verstehen und daraus individuelle Lösungsansätze zu entwickeln.

Wie schaffen es eigentlich professionelle Gassigeher mit einem ganzen "Rudel" an Hunden entspannt durch den Park zu gehen?

Leinenruck, Wasserflasche, auf die Füße treten und das Schlagen auf die Vorderläufe gehört dabei zu einem Trainingsstil, der seit Jahrzehnten nicht mehr praktiziert werden darf und erfahrungsgemäß, abgesehen von der massiven Einschüchterung eines Hundes, sehr wenig Erfolg verspricht. Der gezielte Einsatz von positiver Verstärkung, zum Beispiel im Target-Training, angemessene Alternativverhalten und das geschulte Auge der Halterin bieten hier eine deutlich bessere Alternative mit langanhaltenden Erfolgen.


Grundgehorsam

Die Standardsignale und die generellen Umgangsformen lernen Hunde oftmals in der Welpenstunde. Aber was, wenn nicht? Wo lernen Tierschutzhunde, die erst später in Ihre Familien gekommen sind SITZ, PLATZ, BLEIB? Wo lernen Hunde, die aus gesundheitlichen Gründen nicht als Welpe in die Schule gehen konnten, auf ihre Decke zu gehen und einen Besucher erst einmal unbeschadet eintreten zu lassen? Wo lernen Hunde, die es trotz Welpentraining nicht verstanden haben in ihrem späteren Leben die guten Umgangsformen zu anderen Zwei- und Vierbeinern?

Beim Basiskurs gehen wir in 15 Trainingseinheiten durch die wichtigsten Signale und Basisverhalten, die ein gut erzogener Hund kennen sollte. Der Kurs konzentriert sich auf das Erlernen von Verhaltensweisen wie z.B.

  • Sitz, Platz, Steh
  • Weiter, Stopp
  • Komm, Bleib
  • Schau
  • Deckentraining
  • uvam.

ohne Vorkenntnis bei Hund und Halterin und gibt Hilfestellungen die Signale sauber und zielorientiert aufzubauen.

"Sitze - und was passiert jetzt?"


Alltagstraining

Im Alltagstraining kümmern wir uns um Herausforderungen, die uns tagtäglich begegnen und die vielleicht nicht von jedem unserer Hunde problemlos bewältigt werden:

  • Begegnung mit anderen Hunden und anderen Tieren
  • Grundgehorsam wie Sitz, Platz, bei Fuß
  • Körpersprache und Kommunikationssignale
  • Spiel und Spaß zur Beschäftigung des Hundes
  • Stadtbesuche (u.a. Menschenmengen, Fahrstuhle, Rolltreppen)
  • Training zum Gehen an lockerer Leine
  • Waldbesuche (Ablenkungen und Gefahr des Jagens)

Damit ist das Alltagtraining die "eierlegende Wollmilchsau" unter unseren Kursen.
Die wichtigsten Aspekte aus den anderen Kursen werden hier zusammengefasst, wiederholt, gefestigt und ausgebaut. In erster Linie geht es darum, unsere Hunde auf die Herausforderungen vorzubereiten, die ihnen tagtäglich begegnen.

Auch an das tierische Wohl auf längeren Spaziergängen zu denken, gehört zum Alltag eines Hundebesitzers.



Kleingruppentraining

2er Team-Training

Je nach Aufgabenstellung werden hier Konzepte mit zwei Hunden erarbeitet und gefestigt, die sich so in einem Gruppentraining nicht umsetzen lassen würden, weil sich die Hunde ggf. in einer größeren Gruppe nicht konzentrieren können oder die Thematik eine tiefere Betreuung benötigen. Ursprünglich für das Begegnungstraining konzipiert, kann diese Trainingsform auch individuell für die Verhaltenstherapie und das Individualtraining genutzt werden, sofern zwei Hund-Halter-Teams an derselben Thematik arbeiten wollen. So können hier Ideen erarbeitet werden, um z.B. Nachbarshunde, die sich nicht grün sind, aneinander zu gewöhnen oder Hunde von Familienmitgliedern, die gelegentlich zu Besuch kommen an den eigenen zu gewöhnen. Für Hunde, die eine ausgeprägte Begegnungsproblematik entwickelt haben, stellen wir jeweils zwei Teams individuell so zusammen, dass ein optimaler Trainingseffet erreicht und der Umgang mit der Situation ausreichend geübt werden kann.

"Check Du links, ich rechts und dann bleiben wir einfach entspannt hier liegen und warten auf den Sonnenuntergang."


Senioren mit Hunden

In 10 Einheiten mit jeweils 30 oder 45 Minuten erstellen wir ein Profil des jeweiligen Kundenhundes und gestalten die Trainingsinhalte individuell nach den jeweiligen Kundenwünschen. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Personen, denen eine Training in großen Gruppen, auf dem Hundeplatz oder einer Trainingshalle widerstrebt und kann in Zweiergruppen oder im Einzeltrianing gebucht werden. Wir kommen gerne zu Ihnen nach Hause und trainieren in gewohnter Umgebung.

  • Auslastung des Hundes auch ohne lange Spaziergänge
  • Hund als Haushalthilfe (Aufräumen, Dinge holen, Türen öffnen, etc.)

Für eine Terminvereinbarung und inhaltliche Wünsche nehmen sie gerne Kontakt mit uns auf. Dieses Trainingspaket eignet sich auch ideal als Geschenkidee für den Hundehalter, der schon alles hat.


Hundesenioren und Hunde mit körperlicher Einschränkung

Wenn Hunde ein Alter erreichen, in dem die körperliche Leistungsfähigkeit nachlässt und sie viele Dinge nicht mehr in derselben Art ausführen können wie vorher, müssen neue Wege gefunden werden, wie sie körperliche gefördert und geistig gefordert werden können. 

  • Denk- und Schnüffelspiele
  • Gleichgewichts- und Koordinationstraining
  • Muskelaufbau und gelenkschonende Bewegung

Gerne helfen wir bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit ihres Vierbeiners in Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt und entwickeln zusammen mit Ihnen Ideen zum Training von körperlich eingeschränkten Hunden.

 

Für eine Terminvereinbarung nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Wackelbretter, Luftkissen u.ä. sind sehr gut dazu geeignet, bestimmte Muskelgruppen zu stärken, um körperliche Beeinträchitgung zu minimieren, die besonders im fortgeschrittenen Hundealter zu gesundheitlichen Problemen führen können.



Einzeltraining

Verhaltenstherapie

Manche Trainingswege benötigen eine konzentrierte Betrachtung/Aufmerksamkeit und macht daher Einzeltraining notwendig. Häufig sind dies Verhaltensweisen die als Problemverhalten bezeichnet werden.  Solchen Verhalten liegen verschiedenste Ursachen zu Grunde und können aus genetischer Veranlagungen, schlechter Versorgung der Hündin während der Trächtigkeit, fehlender Sozialisation oder schlechten Erfahrungen resultieren. Des Weiteren haben unterschiedliche Rassen völlig verschiedene Ansprüche an ihr Umfeld und können, bei nicht ausreichender Auslastung dieser Bedürfnisse, ungewollte Verhaltensweisen zeigen. 

So raten wir Ihnen beispielsweise bei Angst- und Aggressionsverhalten zu Einzeltraining, um sich besonders am Anfang optimal auf das Problem konzentrieren zu können und den bestmöglichen Trainingsfortschritt zu erzielen.

Bei Fragen zum Einzeltraining sprechen Sie uns gerne an.